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LSBTI – Pflegeleistungen

QueerPflege-LSBTIQ-Pflege Eine Tabelle mit dem Titel „Pflegeleistungen 2024“, in der verschiedene Pflegeleistungen (Pflegeberatung, Pflegegeld usw.) für die Kategorien PG I, PG II, PG III, PG IV und PG V mit unterschiedlicher Häufigkeit und finanzieller Höhe aufgeführt sind. Besondere Überlegungen umfassen die Pflege für LGBTQ+ Senioren, um Inklusivität in Pflegediensten zu gewährleisten.

Ein wichtiger Aspekt der LSBTI-Pflege ist die Sensibilität und das Verständnis für LSBTIQ*-Themen und die kulturelle Vielfalt von LGBTI-Personen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten dies zu gewährleisten. Gerne möchte wir euch dazu einen kurzen Überblick über die Möglichkeiten geben.

Ziel der Pflegeversicherung ist es, allen pflegebedürftigen Menschen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen durch umfassende Leistungen gerecht zu werden. Wir zeigen euch Pflegeleistungen, auf die ihr mit einem anerkannten Pflegegrad Anspruch haben.

Finanzielle Unterstützung (Pflegegeld)

Das Pflegegeld ist eine finanzielle Leistung, die von der Pflegeversicherung erbracht wird. Sie wird gezahlt, wenn du selbst für deine Pflege sorgst, beispielsweise durch die Unterstützung von Freunden oder Angehörigen. Das Pflegegeld wird nicht direkt an die Pflegeperson ausgezahlt, sondern an dich als Pflegebedürftige oder Pflegebedürftiger. Du hast die Möglichkeit, das Geld als finanzielle Anerkennung an diejenigen weiterzugeben, die dir bei der Pflege helfen (freiwillig).

Pflegedienste und Pflegesachleistungen

Pflegebedürftige können auch einen ambulanten Pflegedienst nutzen. Dieser unterstützt Pflegebedürftige und die Angehörigen bei der Pflege zu Hause (auch Queer Allies zählen hier dazu). Einige Pflegedienste bieten auch Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit Freunde und Familie, z.B. den eigenen Beruf und die Pflege sowie Betreuung besser organisieren können.

Kombinationsleistung

Um eine optimale, auf deine individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege zu gewährleisten, kannst du den Bezug von Pflegegeld mit der Inanspruchnahme eines Pflegedienstes kombinieren. In diesem Fall wird das Pflegegeld anteilig um den Wert der in Anspruch genommenen ambulanten Sachleistungen gekürzt. Zu beachten ist, dass sich die Höhe der Kosten für den Pflegedienst auf die Höhe des Pflegegeldes auswirken kann.

Angebote zur Unterstützung im Alltag und Entlastungsbetrag

Angebote zur Unterstützung im Alltag tragen dazu bei, die Helfer aus der Familie und im Freundeskreis zu entlasten, und helfen den Pflegebedürftigen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbstständig bewältigen zu können.

Pflegehilfsmittel

Die Pflegeversicherung übernimmt Kosten von sogenannten Pflegehilfsmitteln. Darunter fallen technische Hilfen (wie ein Rollator, Badewannenlift) und Sachmittel (Inkontinenzversorgung), die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Sie sollen die Pflege erleichtern oder dazu beitragen eine selbstständigere Lebensführung weiter zu ermöglichen.

Zuschüsse zur Wohnungsanpassung

Für Anpassungsmaßnahmen, die die häusliche Pflege in der eigenen Wohnung ermöglichen, erleichtern oder eine möglichst selbständige Lebensführung wiederherstellen, kannst du von deiner Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro erhalten. Dazu kann auch der Umzug in eine barrierefreie Wohnung gehören.

Soziale Absicherung der Pflegeperson

Die Pflegeversicherung zahlt für pflegende Angehörige u.a. Beiträge zur Rentenversicherung sowie zur Arbeitslosenversicherung.

Pflegekurse für Angehörige

Wer eine queere Angehörige oder einen Angehörigen pflegt oder sich ehrenamtlich um Pflegebedürftige kümmern möchte, kann kostenfrei an einem Pflegekurs der Pflegekasse teilnehmen. Die Pflegekassen sind verpflichtet, solche Kurse anzubieten.
Sie bieten praktische Anleitung und Informationen, aber auch Beratung und Unterstützung zu vielen verschiedenen Themen.

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Die Freistellungen nach dem Pflegezeitgesetz und dem Familienpflegezeitgesetz, die kurzzeitige Arbeitsverhinderung und das Pflegeunterstützungsgeld ermöglichen es Beschäftigten, den Beruf und die Pflege von schwulen oder lesbischen Angehörigen und Freunden zu vereinbaren

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Andreas von Queer Pflege
Mein Name ist Andreas und ich lebe und arbeite in Berlin. Als Pflegeberater lerne ich viele Menschen kennen, die entweder selbst pflegebedürftig sind, Angehörige pflegen oder in der Pflege arbeiten. Oft wird mir berichtet, wie schwierig es ist, sich als queerer Mensch in der Pflegewelt zurechtzufinden. Mit meiner Erfahrung als Sozialversicherungsangestellter helfe ich queeren Menschen in der Pflege ehrenamtlich, Informationen und Unterstützung zu finden.
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