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Selbstcheck für Einrichtungen

Wie queersensibel ist unsere Einrichtung?

Ein Selbstcheck für ambulante und stationäre Pflege, entwickelt für Leitungskräfte, Qualitätsmanagement und Teams. Antwortet ehrlich, am besten gemeinsam.

Ja 2 PunkteTeilweise / In Planung 1 PunktNein 0 Punkte
Menschen sitzen in einer Pflegeeinrichtung zusammen und sprechen miteinander.
Warum sich dieser Blick lohnt

Kein Sonderthema, sondern Pflegequalität

LSBTIQ*-sensible Pflege kommt allen zugute. Wer Biografie, Beziehungen und Selbstverständnis ernst nimmt, pflegt radikal personenzentriert, davon profitieren auch heterosexuelle und cisgeschlechtliche Pflegebedürftige.

Dieser Selbstcheck vergibt keine Note, sondern schärft den Blick: Er zeigt, wo eure Einrichtung schon stark ist und wo noch Luft nach oben besteht. Eure Eingaben werden nicht gespeichert oder übertragen.

Der Selbstcheck

19 Fragen, ehrlich beantwortet

0 / 38Punkten · 0/19 beantwortet
1

Unternehmenspolitik und Kommunikation

Ist die Wertschätzung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt explizit im Leitbild der Einrichtung verankert?

Wird in interner und externer Kommunikation (Flyer, Website, Verträge) konsequent gendersensible Sprache verwendet?

Ist die LSBTIQ*-Willkommenskultur räumlich sichtbar, etwa durch Regenbogenflagge, Aufkleber oder diversitätssensible Bildmotive?

Bieten Aufnahme- und Biografiebögen neben „männlich/weiblich“ auch „divers“ oder „keine Angabe“ und fragen offen nach der wichtigsten Bezugsperson statt nach „Ehemann/Ehefrau“?

2

Personalmanagement: Schulung und Struktur

Werden regelmäßig Fortbildungen zu LSBTIQ*-Lebenswelten, Coming-out und diskriminierungsfreier Pflege für alle Mitarbeitenden angeboten?

Werden in Stellenanzeigen gezielt LSBTIQ*-Personen angesprochen, und ist die Einrichtung offen für Vielfalt im Team?

Gibt es eine benannte, geschulte LSBTIQ*-Vertrauensperson als feste Anlaufstelle für Mitarbeitende und Klient:innen?

Gibt es eine Transitionsrichtlinie, die Mitarbeitende bei einer Geschlechtsangleichung am Arbeitsplatz unterstützt?

3

Transparenz und Sicherheit: Antidiskriminierung

Gibt es einen schriftlichen Verhaltenskodex, der LSBTIQ*-Feindlichkeit verbietet und Konsequenzen bei Diskriminierung (auch durch Mitbewohner:innen) regelt?

Gibt es ein niedrigschwelliges, anonymes Beschwerdemanagement?

Ist der datenschutzkonforme Umgang mit Informationen zur sexuellen und geschlechtlichen Identität geregelt, also Schutz vor Zwangs- und Fremd-Outing?

4

Pflege, Versorgung und Begleitung

Wird die Wahlfamilie (enge Freund:innen, Ex-Partner:innen aus der Community) als primäres soziales Netz anerkannt und in Pflegeplanung und Angehörigenarbeit einbezogen?

Werden trans*, inter* und nicht-binäre Klient:innen konsequent mit Wunschnamen und passendem Pronomen angesprochen, unabhängig vom amtlichen Register?

Können Pflegebedürftige, etwa bei der Intimpflege, Wünsche zum Geschlecht der Pflegekraft äußern, und werden diese respektiert?

Sind Pflegekräfte für spezifische gesundheitliche Belange sensibilisiert, etwa HIV-Medikation oder Hormon- und Narbenversorgung bei trans* Personen?

5

Wohn- und Lebenswelten / Vernetzung

Stehen Bewohner:innen und Klient:innen LSBTIQ*-spezifische Medien (Zeitschriften, Bücher, Filme) zur Verfügung?

Ist die Einrichtung mit der lokalen queeren Community, Aidshilfen oder Fachberatungsstellen vernetzt, etwa für Ausflüge, Besuchsdienste oder Beratung?

Gibt es Toiletten und Umkleiden für alle Geschlechter (Unisex), um trans* und nicht-binäre Menschen vor Diskriminierung zu schützen?

Werden bei der Zimmervergabe die Wünsche von LSBTIQ*-Personen zu Zimmergenoss:innen erfragt und respektiert?

Ja = 2 Punkte · Teilweise / In Planung = 1 Punkt · Nein = 0 Punkte. Selbstcheck von QueerPflege, fachlich begleitet durch Andreas, Pflegeberater nach §7a SGB XI.

Auf dem Weg zum Siegel

Holt eine Fortbildung ins Team

Wir begleiten ambulante Dienste und Einrichtungen zu sicherer, respektvoller, queersensibler Versorgung.