QueerPflege einfach erklärt.
Eine Internet-Seite für queere Menschen mit Pflege-Bedarf. Hier erklären wir in Leichter Sprache, was QueerPflege ist und wie es hilft.
Was ist QueerPflege?
QueerPflege ist eine Internet-Seite. Die Adresse ist: www.queer-pflege.de.
QueerPflege hilft Menschen, die Pflege oder Unterstützung suchen. QueerPflege ist besonders für LSBTIQ*-Menschen.
LSBTIQ* bedeutet zum Beispiel:
- lesbische Menschen
- schwule Menschen
- bisexuelle Menschen
- trans* Menschen
- intergeschlechtliche Menschen
- nicht-binäre Menschen
- queere Menschen
Das Sternchen bedeutet: Es gibt noch mehr Menschen und Selbst-Bezeichnungen. Alle Menschen sollen respektiert werden.
Neu: Aus QueerPflege wird jetzt auch ein Verein. Der Name ist QueerPflege e. V. So bekommt die Arbeit einen festen Rahmen.
Warum gibt es QueerPflege?
Viele queere Menschen machen schlechte Erfahrungen. Zum Beispiel:
- Sie werden falsch angesprochen.
- Ihre Partner:in wird nicht ernst genommen.
- Ihre Wahlfamilie wird nicht einbezogen.
- Sie müssen sich immer wieder erklären.
- Sie haben Angst vor Diskriminierung.
- Sie haben Angst vor einem Outing.
Was bedeutet Outing? Outing bedeutet: Andere erfahren etwas über eine Person. Zum Beispiel, dass eine Person queer ist. Oder trans*. Oder HIV-positiv. Ein Outing darf nie gegen den Willen der Person passieren.
QueerPflege möchte: Queere Menschen sollen gute Pflege finden. Sie sollen sicher sein. Sie sollen respektiert werden. Sie sollen selbst entscheiden können.
Was ist queersensible Pflege?
Queersensible Pflege bedeutet: Pflege achtet auf queere Lebens-Realitäten. Das heißt zum Beispiel:
- Der richtige Name wird benutzt.
- Pronomen werden respektiert.
- Partner:innen werden ernst genommen.
- Wahlfamilien werden einbezogen.
- Persönliche Informationen bleiben geschützt.
- Niemand wird gegen den eigenen Willen geoutet.
Queersensible Pflege ist keine Sonder-Behandlung. Sie bedeutet: Die ganze Person wird gesehen. Mit ihrer Geschichte. Mit ihren Beziehungen. Mit ihrem Körper. Mit ihren Wünschen. Mit ihren Grenzen.
Mehr über queersensible Pflege →Für wen ist QueerPflege?
QueerPflege ist für Menschen, die Pflege oder Unterstützung brauchen. Zum Beispiel:
- ältere queere Menschen
- pflegebedürftige LSBTIQ*-Personen
- Menschen mit Behinderung
- Menschen mit Demenz
- Menschen mit HIV
- Menschen nach einem Krankenhaus-Aufenthalt
- Menschen, die zu Hause Hilfe brauchen
QueerPflege ist auch für Menschen, die andere unterstützen. Zum Beispiel:
- Partner:innen und Freund:innen
- Wahlfamilien und Angehörige
- Bezugspersonen und Nachbar:innen
- Pflegefachpersonen und Beratungsstellen
- Pflegedienste, Alltagshilfen und Pflegeeinrichtungen
Auch Menschen, die selbst nicht queer sind, können QueerPflege nutzen. Wichtig ist: Sie möchten respektvoll unterstützen.
Was ist eine Wahlfamilie?
Viele queere Menschen haben eine Wahlfamilie. Wahlfamilie bedeutet: Menschen sind nicht unbedingt verwandt. Aber sie sind sehr wichtig füreinander.
Zur Wahlfamilie können gehören:
- Freund:innen
- Partner:innen und Ex-Partner:innen
- Nachbar:innen
- Menschen aus der Community
Eine Wahlfamilie kann im Alltag helfen. Zum Beispiel bei Arzt-Terminen, bei Anträgen, bei Einkäufen, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder am Lebensende.
QueerPflege findet: Wahlfamilien müssen ernst genommen werden. Nicht nur die Herkunftsfamilie ist wichtig. Die pflegebedürftige Person entscheidet: Diese Menschen gehören zu mir.
Mehr über Wahlfamilien →Was macht die Internet-Seite?
QueerPflege ist ein Portal. Ein Portal ist eine Internet-Seite, auf der viele Informationen gesammelt werden.
Auf QueerPflege findest du:
- Pflege-Angebote und Alltagshilfe
- Beratungsstellen und Selbsthilfe-Angebote
- Informationen zur Pflege und Ratgeber-Texte
- Erfahrungsberichte und hilfreiche Links
- Angebote zum Mitmachen
QueerPflege hilft dir bei der Suche. Zum Beispiel: Du suchst einen Pflegedienst. Oder eine Alltagshilfe. Oder eine Beratung. Oder ein Pflegeheim.
Hilfe suchen
Auf QueerPflege gibt es den Bereich: Hilfe suchen. Dort kannst du Angebote finden. Zum Beispiel:
- Beratung und Alltagshilfe
- ambulante Pflege und Tagespflege
- betreutes Wohnen und Pflege-Wohngemeinschaften
- Pflegeheime
- HIV-Beratung und Selbsthilfegruppen
Die Suche ist kostenlos. Du kannst schauen: Welche Angebote gibt es in meiner Nähe? Und: Welche Angebote kennen sich mit queersensibler Pflege aus?
Zur Suche →Hilfe anbieten
Es gibt auch den Bereich: Hilfe anbieten. Dieser Bereich ist für Einrichtungen und Dienste. Zum Beispiel:
- Pflegedienste und Alltagshilfen
- Beratungsstellen und Fachstellen
- Pflegeheime und Wohn-Angebote
- Selbsthilfegruppen
Diese Angebote können sich bei QueerPflege eintragen. So können queere Menschen sie besser finden. Das Ziel ist: Mehr gute und sichere Angebote sichtbar machen.
Angebot eintragen →Texte zu wichtigen Pflege-Themen
Im Ratgeber stehen Texte zu wichtigen Pflege-Themen. Sie erklären schwere Themen möglichst verständlich.
QueerPflege ist kostenlos
Die Nutzung von QueerPflege ist kostenlos. Du musst kein Geld bezahlen, wenn du Informationen liest oder nach Angeboten suchst.
QueerPflege ist ein ehrenamtliches Projekt. Ehrenamtlich bedeutet: Menschen machen diese Arbeit freiwillig. Sie machen sie, weil das Thema wichtig ist.
QueerPflege wird ein Verein
Aus QueerPflege soll ein gemeinnütziger Verein werden. Der Name ist: QueerPflege e. V.
e. V. bedeutet: eingetragener Verein. Gemeinnützig bedeutet: Der Verein arbeitet für einen guten Zweck. Er arbeitet nicht, um Gewinn zu machen.
Was will der Verein erreichen?
QueerPflege möchte:
- queere Menschen mit Pflegebedarf unterstützen
- Wahlfamilien stärken
- gute Pflege-Angebote sichtbar machen
- Fachpersonen informieren
- Pflege-Einrichtungen sensibilisieren
- Diskriminierung in der Pflege abbauen
- mehr Wissen über queersensible Pflege verbreiten
Das Ziel ist: Queere Menschen sollen gut und sicher alt werden können. Und sie sollen Pflege bekommen, ohne sich verstecken zu müssen.
Warum ist das wichtig?
Pflege kann sehr persönlich sein. Pflege passiert oft in der Wohnung, im Badezimmer, im Krankenhaus oder im Pflegeheim.
Dabei werden viele private Dinge sichtbar. Zum Beispiel: Fotos, Briefe, Medikamente, Partnerschaft, Erinnerungen und Körper. Darum braucht Pflege Vertrauen.
Für queere Menschen ist das besonders wichtig. Viele haben erlebt: Sie wurden nicht respektiert. Oder sie wurden verletzt. QueerPflege möchte helfen, dass Pflege anders wird. Respektvoller. Sicherer. Queersensibler.
Schutz vor Zwangs-Outing
Niemand muss sagen:
- Ich bin lesbisch, schwul oder bi.
- Ich bin trans*, intergeschlechtlich oder nicht-binär.
- Ich bin queer.
- Ich lebe mit HIV.
Jede Person entscheidet selbst: Wer darf das wissen? Diese Informationen sind sehr persönlich. Pflegepersonen und Einrichtungen dürfen sie nicht einfach weitererzählen.
Respektvolle Sprache
Respektvolle Sprache bedeutet: Wir sprechen Menschen so an, wie sie angesprochen werden möchten. Zum Beispiel:
- mit dem richtigen Namen
- mit der richtigen Anrede
- mit den richtigen Pronomen
Manche Menschen benutzen: sie, er, they, keine Pronomen oder nur den Namen. Wichtig ist: Die Person entscheidet selbst.
Wenn wir unsicher sind, fragen wir freundlich:
„Wie möchten Sie angesprochen werden?“
„Welche Pronomen verwenden Sie?“
Was QueerPflege nicht ist
QueerPflege ist kein Pflegedienst. QueerPflege ersetzt keine medizinische Behandlung und keine Rechtsberatung. QueerPflege entscheidet nicht über Pflegegrade.
Aber QueerPflege kann helfen, Informationen und Angebote zu finden. Und QueerPflege kann erklären, worauf queere Menschen in der Pflege achten können.
Was QueerPflege besonders macht
QueerPflege denkt queere Lebens-Realitäten mit. QueerPflege fragt nicht nur: Welche Pflege-Leistung brauchst du? QueerPflege fragt auch:
- Wer gehört zu dir?
- Wer ist deine wichtigste Bezugsperson?
- Soll deine Wahlfamilie einbezogen werden?
- Was soll geschützt bleiben?
- Was brauchst du, um dich sicher zu fühlen?
Pflege bedeutet auch: Würde. Vertrauen. Selbstbestimmung. Schutz. Zugehörigkeit.
Für Fachpersonen
QueerPflege ist auch für Fachpersonen da. Zum Beispiel für Pflegefachpersonen, Alltagshilfen, Beratungspersonen, Leitungskräfte, Hospizdienste und Pflegeeinrichtungen.
Fachpersonen finden bei QueerPflege Informationen. Zum Beispiel:
- Was ist queersensible Pflege?
- Wie frage ich nach Pronomen?
- Wie schütze ich vor Zwangs-Outing?
- Wie beziehe ich Wahlfamilien ein?
QueerPflege möchte, dass Fachpersonen sicherer werden. Nicht perfekt. Aber aufmerksam. Respektvoll. Und bereit zu lernen.
Bereich für Fachpersonen →Kurz gesagt
QueerPflege ist eine Internet-Seite für queere Menschen mit Pflege-Bedarf. QueerPflege sammelt Informationen, zeigt Angebote, erklärt Pflege-Themen, stärkt Wahlfamilien und hilft Fachpersonen.
Das Ziel ist einfach: Queere Menschen sollen Pflege bekommen, die sie respektiert. Niemand soll sich verstecken müssen. Niemand soll falsch angesprochen werden. Niemand soll gegen den eigenen Willen geoutet werden. Und niemand soll allein bleiben, wenn Pflege wichtig wird.
Kurz beantwortet
Hier beantworten wir wichtige Fragen, einfach und klar.
Was ist QueerPflege?
QueerPflege ist eine Internet-Seite. QueerPflege hilft queeren Menschen, Pflege und Unterstützung zu finden.
Ist QueerPflege kostenlos?
Ja. QueerPflege ist kostenlos.
Für wen ist QueerPflege?
Für LSBTIQ*-Personen. Auch für Wahlfamilien. Und für Fachpersonen aus Pflege und Beratung.
Ist QueerPflege ein Pflegedienst?
Nein. QueerPflege ist ein Portal. QueerPflege sammelt Informationen und Angebote.
Muss ich mich outen?
Nein. Niemand muss sich outen. Du entscheidest selbst, was andere über dich wissen dürfen.
Was ist eine Wahlfamilie?
Menschen, die nicht unbedingt verwandt sind. Aber sie sind wichtig füreinander und helfen einander.
Finde queersensible Pflege in deiner Nähe.
Die Suche ist kostenlos. Du entscheidest selbst, was andere wissen dürfen.