Pansexualität
Pansexuelle Menschen können sich zu Menschen unabhängig von deren Geschlecht hingezogen fühlen. Eine sexuelle Orientierung.
Partner:in
Eine Person, mit der jemand in einer Beziehung lebt. In Pflege und Beratung so benennen, wie die pflegebedürftige Person es selbst tut, nicht als „Besuch“, „Bekannte“ oder „Freund:in“.
Patientenverfügung
Hier legt eine Person fest, welche medizinischen Maßnahmen sie in bestimmten Situationen möchte oder nicht. Für LSBTIQ*-Personen wichtig: wer die Verfügung kennt und einbezogen wird.
Pflegebedürftigkeit
Eine Person braucht wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen dauerhaft Hilfe und ist in Selbstständigkeit oder Fähigkeiten eingeschränkt, körperlich, kognitiv, psychisch oder alltagspraktisch.
Pflegeberatung
Hilft, Leistungen, Anträge, Versorgung und Entlastung zu klären. Für LSBTIQ*-Personen sollte sie auch Wahlfamilien, Schutz vor Zwangs-Outing und queersensible Angebote mitdenken.
Pflegefachperson
Beruflich ausgebildete Person in der Pflege. Queersensible Pflege sollte Teil der Aus- und Fortbildung sein.
Pflegegrad
Beschreibt, wie stark eine Person in Selbstständigkeit oder Fähigkeiten beeinträchtigt ist (Pflegegrad 1 bis 5). Wichtig, um Leistungen der Pflegeversicherung zu nutzen.
Mehr: Pflegegrad beantragen →Pflegekasse
Zuständig für Leistungen der Pflegeversicherung, meist bei der Krankenkasse angesiedelt: Pflegegrad, Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege, Hilfsmittel.
Pflegeperson
Eine Person, die privat und nicht erwerbsmäßig pflegt: Partner:in, Angehörige, Freund:in, Wahlfamilienperson oder Nachbar:in. Pflegepersonen müssen nicht aus der Herkunftsfamilie kommen.
Pflegeplanung
Beschreibt, welche Unterstützung gebraucht wird und wie sie umgesetzt wird. Queersensibel: Wunschname, Pronomen, Wahlfamilie, Schutz vor Zwangs-Outing, Biografie, Grenzen und Bezugspersonen.
Pflegesachleistungen
Leistungen der Pflegeversicherung für einen zugelassenen ambulanten Pflegedienst, der direkt mit der Pflegekasse abrechnet.
Pronomen
Wörter wie sie, er oder they. Manche Menschen verwenden keine Pronomen und möchten nur mit ihrem Namen angesprochen werden. In der Pflege respektieren und dokumentieren, wenn die Person das möchte.