Initiativen

queere Pflege Initiativen

Es ist schön, dass sich immer mehr queer-sensible Projekte und Initiativen in der Pflege bilden. Leider sind bisher immer noch viele Angebote in der ambulanten und stationären Pflege nicht oder nicht ausreichend für die Lebenswelten von LGBTQ sensibilisiert.

Hier möchten wir Euch einen Überblick geben, über die bestehenden Initiativen. Fehlt etwas? Dann meldet euch direkt bei uns 🙂

LGBTQ Initiativen

Die ersten Initiativen haben sich bereits gegründet. Zumindest in den Landeshauptstädten wie München, Berlin und Frankfurt am Main. Diese Leuchtturmprojekte zeigen, dass es möglich ist den ambulanten und stationären Pflegebereich für Lesben und Schwule zu öffnen. Zudem können Pflegeeinrichtungen so Ihre Attraktivität, als Pflegeanbieter sowie auch als Arbeitgeber erhöhen in dem Sie in Qualitätsmaßnahmen investieren, um eine Vorbildrolle in der Versorgung von LGBTQ Pflegebedürftigen einzunehmen.

Die Investitionen in eine LGBT-freundliche Pflege sollten sich lohnen und auch für Lesben und Schwule klar erkennbar sein.

AWO Initiative – Queer im Alter

Im Rahmen des Modell-Projekts wird unter Einbeziehung queerer Senior*innen-Verbände eine Musterkonzeption zur Öffnung der Altenhilfeeinrichtungen für die Zielgruppe LSBTI entwickelt und zunächst an fünf bundesweiten Pflegestandorten der AWO modellhaft umgesetzt. Durch Fortbildungen, Coachings und Praxisbegleitungen soll das Einrichtungs- und Pflegepersonal für LSBTI und deren Belange sensibilisiert, ein offenes Betreuungsklima geschaffen und eine kultursensible Pflege ermöglicht werden.

An dieser Stelle setzt die AWO an, mit dem Ziel, in ihren Altenhilfeeinrichtungen ein diskriminierungsfreies Umfeld für LSBTI-Personen zu schaffen, welches von Toleranz, Akzeptanz und Respekt gegenüber den jeweiligen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten und den damit verbundenen Lebensformen und -weisen geprägt ist.

Die AWO hat das Ziel, ihre Einrichtungen und Angebote vielfaltssensibel, inklusiv und offen für Alle zu gestalten. Dieses Projekt ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert und die Ergebnisse und Konzeptionen abschließend in Form eines Handbuchs auch anderen Wohlfahrtsverbänden zur Verfügung gestellt.

Bundesweit: Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt®

Die Auszeichnung Lebensort Vielfalt® – Qualitätssiegel ist für die stationären Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste, die in struktureller, organisationspolitischer und personeller Hinsicht Voraussetzungen schaffen, sexuelle und geschlechtliche Minderheiten zu integrieren.
Einrichtungen erhalten diese Auszeichnung, wenn sie sich nachweislich bemühen, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ihrer Klient*innen, Bewohner*innen und Mitarbeitenden als wesentlichen Aspekt ihrer Persönlichkeit zu berücksichtigen – in der Pflege wie im alltäglichen Leben.

Bundesweit: Initiative Regenbogenpflege mit dem Regenbogenschlüssel

Die Regenbogenpflege-Initiative des Frankfurter Vereins für Alten- und Behindertenpflege will dazu beitragen, dass Pflegeeinrichtungen älteren Homosexuellen ein diskriminierungsfreies Umfeld bieten, das ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben, auch in der Pflegebedürftigkeit, ermöglicht. Die Anbieter von Pflegeleistungen sollen ermutigt werden, das Thema aufzugreifen. Ältere Homosexuelle sollen Informationen darüber finden, wo es Pflegeeinrichtungen gibt, in denen aktive Toleranz ein wesentlicher Bestandteil des Profils ist. Das Gütesiegel ist auch ein Signal an das Personal und die Bewohnerschaft, dass in der Einrichtung ein besonderes Augenmerk auf Toleranz gelegt wird und aktiv gegen Intoleranz vorgegangen wird. Darüber hinaus verpflichten sich die mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten Einrichtungen, spezielle Angebote für Homosexuelle zu entwickeln und sie bei der Integration in die Hausgemeinschaft aktiv zu unterstützen. Der Regenbogenschlüssel ist das deutsche Pendant zum niederländischen Qualitätssiegel “Roze Looper”. Es ist ein unabhängiges Zertifikat, das an Einrichtungen vergeben wird, die sich besonders um die Bedürfnisse älterer LSBTIQ* kümmern. Es wird an Institutionen vergeben, in denen eine akzeptierende Atmosphäre herrscht, LSBTIQ* willkommen ist und auf deren Bedürfnisse aktiv eingegangen wird.

München: Öffnung der vollstationären Altenpflege für Lesben, Schwule und Transgender

Mit einem Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2014 über das Projekt zur vollständigen Öffnung der stationären Altenpflege für gleichgeschlechtliche Lebensstile ist die MÜNCHENSTIFT auf dem Weg, sich mit der Geschichte und Lebenssituation älterer Schwuler, Lesben, Bisexueller und Transgender (LGBT) auseinanderzusetzen und ihre Bedürfnisse und Vorstellungen vom Leben im Alter zu erfassen. In Zusammenarbeit mit der städtischen Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, dem Sozialamt, rosaAlter, Sub, LeTRa und dem Forum Homosexualität beschäftigt sich die MÜNCHENSTIFT intensiv mit diesem Thema. Ein Schwerpunkt ist die Fortbildung der MitarbeiterInnen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das kulturelle Veranstaltungsprogramm in den drei Projekthäusern: Tanznachmittage, Filmabende, Erzählcafés und vieles mehr. Hier wollen alle Kooperationspartner im Netzwerk der LGBT-Einrichtungen eine Brücke zu Themen rund um Alter, Hilfs- und Pflegebedürftigkeit schlagen.
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